Projekt AltCell 3 gestartet: Von Weizenstroh zu regenerierten Cellulosefasern

Neue Prozesskette für biobasierte Textilfasern

Landwirtschaftliche Reststoffe für die Herstellung hochwertiger Textilfasern nutzbar zu machen, ist mit einer Reihe wissenschaftlicher und technischer Herausforderungen verbunden. Genau hier setzt das im Juli 2026 gestartete Projekt AltCell 3 an.

Gemeinsam entwickeln die Projektpartner eine durchgängige Prozesskette von Weizenstroh zu regenerierten Cellulosefasern. Das Forschungszentrum Jülich (IBG-2) entwickelt und optimiert dafür Verfahren zur Aufbereitung von Weizenstroh zu gereinigter Cellulose. Die NGP² Bioraffinerie überführt besonders vielversprechende Ansätze anschließend in einen größeren Maßstab. Am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA) werden nachhaltige Lösungsmittelsysteme und Nassspinnverfahren untersucht, mit denen die gewonnene Cellulose zu textilen Fasern verarbeitet werden kann.

Projekt-Kick-off im August

Am 19. August 2026 kamen die beteiligten Partner zum Projekt-Kick-off zusammen. Im Mittelpunkt standen die zentralen wissenschaftlichen und technischen Fragestellungen des Vorhabens. Darüber hinaus wurden Verantwortlichkeiten abgestimmt und die nächsten Arbeitsschritte in einer gemeinsamen Roadmap festgelegt.

AltCell 3 knüpft damit an die bisherigen Arbeiten zur Nutzung alternativer Cellulosequellen an und verfolgt das Ziel, neue Wege für eine biobasierte und stärker kreislauforientierte Textilproduktion zu erschließen.