INGRAIN beim CCE-Science Day 2026

Am 30. Oktober 2026 war das INGRAIN-Netzwerk beim CCE Science Day der RWTH Aachen vertreten. Die Veranstaltung brachte Akteure aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um aktuelle Ansätze und Forschungsarbeiten rund um Circular Economy und zirkuläre Wertschöpfung vorzustellen und zu diskutieren.

Vom Reststoff zum Wertstoff durch Sektorkopplung

Unter dem Titel „Vom Reststoff zum Wertstoff durch Sektorkopplung“ stellten Dr.-Ing. Leonie Beek und Dr.-Ing. Dennis Kreutzer den grundlegenden Ansatz des INGRAIN-Bündnisses vor: Rest- und Nebenströme aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen sollen durch die Verbindung von Agrar-, Textil- und Lebensmittelwirtschaft neuen Nutzungen zugeführt und damit regionale Stoffkreisläufe geschlossen werden.

Ein konkretes Beispiel bildeten die bisherigen Forschungsarbeiten zur Nutzung von regionalem Weizenstroh für die Herstellung textiler Cellulosefasern. Vorgestellt wurden Ergebnisse entlang des Weges vom landwirtschaftlichen Reststoff über die Gewinnung und Aufbereitung der Cellulose bis hin zum Spinnen von Regeneratfasern.

INGRAIN-Forschung auch im Posterformat

Neben dem Vortrag war INGRAIN mit zwei weiteren Forschungsbeiträgen vertreten. Anja Koonen stellte in einem Poster das Teilprojekt EDUCIRCLE vor. Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Circular Economy und die unterschiedlichen INGRAIN-Themen praxisnah an die nächste Generation vermittelt werden können.

Muhammad Ayub Khan präsentierte in einem weiteren Poster Teile seiner Forschung zur Herstellung von Cellulose-Regeneratfasern. Die Arbeiten knüpfen unmittelbar an die INGRAIN-Forschung zur Nutzung alternativer, biobasierter Rohstoffquellen für textile Anwendungen an.

Der CCE Science Day bot damit eine weitere Gelegenheit, die unterschiedlichen Facetten der INGRAIN-Forschung vorzustellen, sich mit anderen Akteuren der Circular Economy auszutauschen und neue Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung zirkulärer Wertschöpfungsansätze zu identifizieren.